NFV Kreis Gifhorn unterstützt Demokratieabend mit Bodo Ramelow

Rund 140 Gäste folgten am 13. August der Einladung des Hankensbütteler Bündnisses für Demokratie zu einem besonderen Abend ins Landgasthaus „Zur Linde“. Unter dem Motto „Demokratie unter Druck“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des Austauschs über demokratische Werte, den politischen Diskurs und die Herausforderungen für unsere Gesellschaft.

Prominenter Gast und Redner des Abends war Bodo Ramelow, Bundestagsvizepräsident und ehemaliger Ministerpräsident Thüringens. In seinem Vortrag setzte er sich unter anderem mit den Auswirkungen des zunehmenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus auf die politische Debattenkultur auseinander. Dabei ging es auch um die Frage, wie demokratische Auseinandersetzungen geführt werden können, ohne dass politische Gegner delegitimiert oder persönlich herabgewürdigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ramelow betonte die Bedeutung des Dialogs zwischen den Generationen und appellierte daran, auch bei unterschiedlichen politischen Ansichten miteinander im Gespräch zu bleiben. Demokratie beginne nicht erst in den Parlamenten, sondern vor allem vor Ort – in den Kommunen, Vereinen und im täglichen Miteinander.

Auch der NFV Kreis Gifhorn unterstützte die Veranstaltung. Ehrenamtsbeauftragter Frank Kalinowski nahm als Vertreter des NFV Kreis Gifhorn an dem Demokratieabend teil und vertrat damit den Fußballkreis vor Ort. Während den Grußworten der Veranstaltung wurde Kalinowski von Organisator Martin Rausch ausdrücklich begrüßt und für die Unterstützung des NFV Kreis Gifhorn gedankt.

Ein besonderer Dank galt dabei der Bereitstellung der Sprechanlage, die für die Durchführung des Abends zur Verfügung gestellt wurde. Damit leistete der NFV Kreis Gifhorn einen praktischen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung und unterstrich zugleich die Bedeutung des Ehrenamts und des gesellschaftlichen Engagements.

Die Veranstaltung richtete den Blick neben der Bundespolitik auch auf die Landes- und Kommunalpolitik und sollte im Vorfeld der Kommunalwahl zur Information und Sensibilisierung beitragen. In einer anschließenden Fragerunde konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt an Bodo Ramelow richten. Themen waren unter anderem die politische Situation in Sachsen-Anhalt, das Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst, ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sowie die Frage nach mehr direkter Demokratie.

Dass die Veranstaltung bewusst auf den 13. August gelegt worden war, hatte ebenfalls eine historische Bedeutung. An diesem Tag begann im Jahr 1961 der Bau der Berliner Mauer. Martin Rausch erinnerte daran, dass dieser Tag Anlass zum Gedenken sei.

Für den NFV Kreis Gifhorn zeigt die Veranstaltung einmal mehr, dass Fußballvereine und Sportorganisationen auch über den Sport hinaus Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander übernehmen können. Der gemeinsame Austausch, gegenseitiger Respekt und der Einsatz für demokratische Werte sind wichtige Grundlagen – auf dem Fußballplatz ebenso wie in der Gesellschaft.

v.l.n.r. Marin Rausch, Panja Beinhorn, Bodo Ramelow und Frank Kalinowski