08.08.2019

Vereinsdialog beim FC Brome: "Ihr seid ein tolles Team"

Autor / Quelle: Reiner Kramer (NFV)

Generationenübergreifend. Dieses Wort hat beim FC Brome eine große Bedeutung. Auf der einen Seite der 1. Vorsitzende Dieter Kille, Mitte 70, mit seiner mittlerweile 22-jährigen Amtszeit als 1. Vorsitzender. Und auf der anderen Seite René Wedekind und seiner jungen Mannschaft, die mit viel Herzblut alle ehrenamtlichen Aufgaben des Vereins bravourös bewältigt. Die NFV-Verbandsspitze mit Präsident Günter Distelrath, Vizepräsident Egon Trepke, dem stellvertretenden Direktor Bernd Dierßen und Gifhorns NFV-Kreisvorsitzender Ralf Thomas zeigte sich beim Vereinsdialog in Brome, nahe der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, beeindruckt vom Engagement und gutem Zusammenspiel der verschiedenen Generationen.

Ein gutes Beispiel dafür, wie ein relativ kleiner Verein mit seinen rund 550 Mitgliedern auch noch über Jahre hinaus seine Existenzberechtigung im Flecken Brome hat, weil er dort eine hohe soziale Verantwortung wahrnimmt. Bürgermeister Gerhard Borchert betonte das beim Dialog im Vereinsheim des FC Brome und zeigte damit seine Verbundenheit zum Verein. Sportlich läuft es im Jubiläumsjahr auch ausgezeichnet. Der FC Brome feierte vor einigen Wochen mit seiner ersten Fußballmannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga und demnächst den 100. Geburtstag.

Dieter Kille, der mehrere Höhen und Tiefen des Vereins erlebt hat, freute sich über den „hohen“ Besuch aus Barsinghausen, der damit seine Verbundenheit zu einem „kleinen“ Verein wie dem FC Brome dokumentiert habe. „Unseren Verein am Leben zu erhalten, ist nicht immer ganz einfach“, betonte der 1. Vorsitzende. Stolz sei der FC Brome auch auf seine Nachwuchsarbeit. Sechs Jugendteams in verschiedenen Altersklassen zu unterhalten, sei eine große Leistung seines Vereins.

Erfreuliches hatte auch Kassenwartin Gaby Borchers zu berichten: „Wir waren noch nie in den roten Zahlen und haben unsere Finanzen gut im Griff. Mit einem Monatsbeitrag in Höhe von 7,50 Euro (Kinder und Jugendliche 5,50 Euro) komme der Verein gut über die Runden. Ein aktuelles Beispiel: Eine kürzlich installierte vollautomatische Beregnungsanlage, die rund 33.000 Euro kostete und ein neuer Rasenmäher für rund 14.000 Euro wird der FC aus eigenen Mitteln finanzieren, unter anderem mit einer noch laufenden Crowdfunding-Aktion, die bisher gut angenommen wurde.

Positive Resonanz erfährt der FC Brome auch bei einer anderen Aktion, die Spartenleiter René Wedekind vorstellte. „Wir haben zu unserem 100. Geburtstag ein Stickeralbum erstellt, das bei uns auf großes Interesse stößt.“ Vorbildlich auch das Engagement im Verein beim Blutspenden. „Wir haben kürzlich bei der Niedersächsischen Blutspendenaktion den Rang 37unter mehreren Hundert teilnehmenden Vereinen belegt“, berichtete der Vorstand.

In einem „kleinen“ Verein spielt die intensive Zusammenarbeit von Jung und Alt eine besonders wichtige Rolle. So ist auch zu erklären, dass der FC derzeit noch keine großen Nachwuchssorgen hat. „Bis jetzt hatten wir keine Probleme, die Ehrenämter zu besetzen. Wir sind mit unseren jungen Leuten gut aufgestellt“, betont Vorsitzender Kille. NFV-Vizepräsident Egon Trepke, Moderator der Veranstaltung, freute sich über diese positive Nachricht, erinnerte aber auch daran, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins durch den Besuch von Qualifizierungslehrgängen auf Verbands- bzw. Kreisebene immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Wie der Vorstand des FC Brome mitteilte, seien die Übungsleiter im Verein sehr engagiert, aber bis auf einen Trainer ohne C-Lizenz. In diesem Zusammen nannte Kreisvorsitzender Thomas die Junior-Coach-Lehrgänge, die der Kreis regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Grundschule anbiete. „Unser Ziel muss sein, junge Leute für die Vereinsarbeit zu gewinnen, damit sie nicht nur am Computer sitzen, sondern sich vorrangig auch für den Fußball im Freien interessieren“, sagte Distelrath.

Ein anderes Thema: Als eine der wichtigsten Abteilungen im Verein nannte der 1. Vorsitzende des FC Brome den Gesundheitssport. Nicht nur wegen der sportlichen Betätigungsmöglichkeiten: „Sie ist eine auch wichtige Einnahmequelle, die uns im Jahr rund 10.000 Euro Einnahmen beschert“, freut sich Dieter Kille. Eine zweite Säule ist das Vereinsheim. Einerseits um den guten Zusammenhalt aller Generationen weiter zu erhalten und natürlich auch, um das Vereinsleben finanzieren zu können.

Abschließend ein auch beim FC Brome vorherrschendes Problem: Die Gewinnung von neuen Schiedsrichtern. Das liegt nach Übereinstimmung aller Beteiligten zu einem großen Teil am rauen Umgangston auf den Fußballplätzen. „Die Hemmschwelle im Umgang miteinander ist sehr weit unten. Dem müssen wir entgegenwirken“, erklärte Egon Trepke.

Abschließend lobte Günter Distelrath die lebhafte Runde beim FC Brome: „Ihr seid eine tolles, innovatives Team und leistet eine beeindruckende Jugendarbeit.“

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Seite zuletzt aktualisiert am: 12.12.2019