24.08.2019

Schiedsrichter-Belohnungssystem geht in die zweite Runde

Autor / Quelle: Sven Bärensprung / Dennis Laeseke

Am Dienstag, 20.08.2019 wurden die Vereine MTV Gifhorn, TSV Grußendorf, VfL Knesebeck und SV Blau-Weiß Rühen in das Landhotel Meyer nach Wahrenholz eingeladen und im würdigen Rahmen in einer kleinen Feierstunde für ihre Schiedsrichter-Arbeit geehrt.

Die vier Vereine gehören zu den insgesamt 23 Vereinen im NFV Kreis Gifhorn, die zum Anrechnungsstichtag im Soll lagen oder ein Über-Soll an Schiedsrichtern aufweisen können. Zwei Drittel der Vereine im Kreis weisen einen Mangel an Schiedsrichtern auf, darunter stellen 12 Vereine gar keinen Schiedsrichter.

Den Vereinsvertretern wurde vom NFV Kreis Gifhorn für jeden der zusätzlichen Kameraden ein Gutschein für eine komplette Schiedsrichter-Ausstattung (Trikot, Hose und Stutzen) überreicht, welcher von den Vereinen in diesem Jahr bei dem Ausrüstungspartner cotton´n´more in Braunschweig eingelöst werden kann.

Kreisschiedsrichterobmann Dennis Laeseke machte in seiner kurzen Ansprache deutlich, dass das Wort „Belohnung“ nicht nur für eine Anerkennung und Ehrung steht, sondern in der Psychologie auch als Bestärkung/Verstärkung zu verstehen ist. Diese Auslegung hat sich scheinbar der SV Blau-Weiß Rühen zu Herzen genommen, die im zweiten Jahr hintereinander zu der Ehrungsveranstaltung eingeladen wurden. Dessen Vereinsschiedsrichter Michael Magnus wurde nach Wahrenholz entsandt und freute sich über die „wiederholt schöne Veranstaltung“. Im letzten Jahr sei man von der Aktion „überrascht gewesen“, könne sie aber nur unterstützen und sehe es auch als Anreiz für die anderen Vereine.

Spartenleiter Sören Gentemann vom TSV Grußendorf sei froh, dass er in seinen Reihen mit Michael Bahr einen Schiedsrichter habe, der sich im Verein um die Belange dieses Ehrenamtes kümmert. Diese Arbeit durch einen vereinseigenen Schiedsrichter-Betreuer sei wichtig - schon alleine, um einen festen Ansprechpartner für Interessierte zu benennen, ist sich auch René Peters vom VfL Knesebeck sicher.

Nach der Ehrung gab es in gemütlicher Atmosphäre ein gemeinsames Essen. Dabei fand ein reger Austausch über die Schiedsrichterei, die Vereinsarbeit und auch Themen abseits des grünen Rasens statt.

Alle Vereinsvertreter waren sich über die Wertschätzung, die ihnen in diesem Rahmen zu Teil wurde, bewusst und wollen versuchen ihre gute Arbeit für das Schiedsrichterwesen fortzusetzen.

Bild: (v. l.) Kreisschiedsrichterobmann Dennis Laeseke, Michael Magnus (SV Blau-Weiß Rühen), Kreisvorsitzender Ralf Thomas, René Peters (VfL Knesebeck) und Sören Gentemann (TSV Grußendorf)

 


 

Zur Info: Für jede spielende Mannschaft (Herren, Frauen, Altherren, Altsenioren und Jugend (A- und B-Jugend und Mädchen B-Juniorinnen) muss jeweils ein Schiedsrichter gemeldet werden.

Erfüllt ein Verein diesen Soll nicht, wird er nach der Klassenzugehörigkeit (also Kreis, Bezirk, Verband) seiner höchst spielenden Mannschaft (egal ob Herren, Jugend, Frauen usw.) bestraft.

Pro fehlenden Schiedsrichter unter Soll fallen folgende Bestrafungen an:

Kreis: 200,00 EUR pro Jahr

Bezirk: 300,00 EUR pro Jahr

Verband: 400,00 EUR pro Jahr

Vereine mit Schiedsrichtern unter Soll erhalten im März jeden Jahres einen entsprechenden Verwaltungsentscheid des NFV Kreis Gifhorn mit der Aufforderung, für die kommende Saison Schiedsrichter zu melden.
 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 15.09.2019