19.11.2018

Ohne Schiri geht es nicht - Verein sendet ein Zeichen!

Autor / Quelle: Sven Bärensprung

„Ohne Schiedsrichter geht es nicht!“ Ein Satz, welcher jeden Spieler, Trainer, Betreuer und Zuschauer freilich bekannt sein dürfte. In der Realität schwindet das gelebte FairPlay untereinander von Jahr zu Jahr, von Saison zu Saison und nahezu von Woche zu Woche.

Wie in den meisten Kreisverbänden des Niedersächsischen Fußballverbandes e. V. herrscht auch im Kreis Gifhorn ein akuter Mangel an Unparteiischen. Zuletzt trat ein Kreisliga-Referee öffentlichkeitswirksam zurück, nach dem er sich Anfeindungen von Zuschauern und mangelnder Unterstützung des Heimvereines ausgesetzt sah.

„Unsere Schiedsrichter werden manchmal wie Freiwild behandelt“, gab Kreisschiedsrichterobmann Herbert Schacht zu bedenken und fordert ein Umdenken in den Köpfen aller Beteiligten. „Wir müssen dazu kommen, dass der Schiedsrichter als Sportkamerad angesehen wird, welcher bestimmt nicht frei von Fehlern ist, aber Woche für Woche auf den Fußballplatz seine beste Leistung abruft, und das für eine kleine Aufwandsentschädigung. Unsere Schiedsrichter verlieren mehr und mehr die Lust an ihrem Hobby, wenn sie beleidigt, bepöbelt und angegangen werden“, so Schacht.

Der medial für Aufsehen sorgende Rücktritt des Schiedsrichters bildet dabei nur die Spitze des Eisberges. „Vielmehr erleben wir einen Sittenverfall auf den Sportplätzen. Gesellschaftliche Probleme wie der mangelnde Respekt und die Akzeptanz von Autoritätspersonen verlagern sich auf das dörfliche Grün“, so Sven Bärensprung, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des NFV Kreis Gifhorn. „Wir gehen mit der Situation bewusst an die Öffentlichkeit um zu sensibilisieren und zu mahnen“.

Der betreffende Verein setzte beim nächsten Heimspiel ein Zeichen und sendete eine öffentliche Botschaft: DANKE Schiri - denn ohne dich geht es nicht!

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Seite zuletzt aktualisiert am: 16.12.2018